Humanistischer Salon am 9. Dez 2018

Erbgut nach Maß? – Die Genschere CRISPR/Cas, was sie kann und wie sie funktioniert

Vortrag und Diskussion mit Dr. Franz Klebl

 
Der Humanistische Salon ist ein Treffpunkt für aufgeschlossene Menschen, die kreative Ideen und klare Worte schätzen und gerne über den Tag hinausdenken. Ähnlich wie in den Salons der Aufklärung werden hier die Fortschritte der Wissenschaften und die Argumente der Philosophie präsentiert und diskutiert. Jede/r kann teilnehmen. Klaviermusik umrahmt das Programm. Geprägt von den Idealen des weltlichen Humanismus, entsteht so ein neues Sonntagsangebot mitten in Nürnberg, ein Netzwerk Interessierter und ein Freiraum für Bildung.
 

Humanistischer Salon: Ablauf & Kategorien

Jede Veranstaltung beginnt um 11 Uhr mit Klaviermusik und Gelegenheit zu Begegnung und Imbiss. Zwischen 11.30 Uhr und 13.30 Uhr findet das jeweilige Programm statt, unterbrochen von einer kurzen Pause. Um 14 Uhr endet die gemeinsame Zeit mit Klaviermusik und Verabschiedung der Gäste.
 
Folgende Kategorien gibt es:
Der Salon zeigt sich in dreierlei Gestalt: Um attraktive Neuerscheinungen geht es beim »Podium der brisanten Bücher [PbB]«. Zugespitzte Plädoyers werden im »Kasino der forschen Rede [KfR]« gehalten. Und spannende Kontroversen werden im »Forum der heißen Debatten [FhD]« geführt. Diese drei Formate wechseln sich ab. Allen dreien gemeinsam ist die Diskussion mit dem Publikum und der gesellige Rahmen.
 

Thema am 09. Dezember 2018: Erbgut nach Maß? – Die Genschere CRISPR/Cas, was sie kann und wie sie funktioniert

Seit nunmehr fast vier Jahrzehnten ist es möglich in die Erbsubstanz einzugreifen und sie spezifisch zu verändern. Die fortschreitenden Verbesserungen der Methode haben zu einer wachsenden Erweiterung des Anwendungsbereichs – insbesondere in der Landwirtschaft und der Medizin – geführt, aber auch zu einer Reihe von Fragen zu Sicherheit und Ethik. Diese werden befeuert durch das erst kürzlich entwickelte Verfahren der Genschere CRISPR/Cas, die viel schneller und präziser arbeitet.
 
Die meist sehr kontrovers geführten Diskussionen beschränken sich fast immer auf die Auswirkungen des Einsatzes der Gentechnik und gehen auf die zu Grunde liegenden molekularen Prozesse nicht ein. Gerade deren Kenntnis trägt aber zu einer sachlichen und informierten Beurteilung dieser Methode wesentlich bei und ebenso zur Einschätzung des unlängst vom EuGH gefällten Urteils zur Einordung von CRISPR/Cas unter die Gentechnik-Richtlinie.
 
Dr. Franz Klebl ist Molekularbiologe an der Friedrich-Alexander-Universität FAU Erlangen-Nürnberg und arbeitet in der Grundlagenforschung mit transgenen Pflanzen. Unter weitgehender Vermeidung von Wissenschaftssprache will er auch für den naturwissenschaftlichen Laien verständlich erklären, was CRISPR/Cas kann und wie es funktioniert.